Buchempfehlung – NADA BRAHMA – DIE WELT IST KLANG

Ulrike Schuschnig

NADA BRAHMA – DIE WELT IST KLANG

von Joachim E. Berendt

Empfehlenswert für Leser, die Leben, Wissenschaft, Weisheit und Religion, im Sinne von re-ligio = Rückbesinnung als Einheit auffassen und sich damit ganzheitlich auseinander setzen wollen.

Berendt geht von der Bedeutung der indischen Begriffe Nada und Brahma aus. Nada, der Klang, der Laut, der Ton, Rauschen,….Schwingung. Ton = Schwingung. Heißt aber auch Stier. Im Konnex, der brüllende Stier.

Der Autor umfasst den Klang bis hin zu Geräuschen, die kaum oder gar nicht für uns Menschen hörbar sind, z.B. Bewegung, wie ein laues Lüftchen, eine Schleichen, eine Handbewegung, das Schlagen eines Herzens, der Puls, ein Klingen von Gefühlen, ein Gebet oder ein Gedanke. Damit ist die Verbindung zur Physik,…. hergestellt. Selbst die Philosophie (Lebensweisheit) kommt ins Spiel.

Der Vergleich mit dem dreieinigen Gott der Christen hinkt zwar etwas, ist aber nahe liegend, da Brahma als die Urkraft des Kosmos gilt, und mit Vishnu und Shiva eine unzertrennliche Einheit bildet. Diese Gottessicht existiert ebenfalls in anderen Religionen. Wichtig ist die Einheit.

Er spricht auch von Sphärenklang der Gestirne, der sein Ebenbild in den Intervallen der Oktav umgelegt findet.

Die allumfassende, ganzheitliche Auseinandersetzung führt in die Kosmologie und die moderne Astronomie unserer Zeit. Hierin steckt die Erkenntnis, dass sich Oben und Unten spiegelt, sich impliziert, verschränkt, verknüpft und zu einem Ganzen wird, ja ein Ganzes ist.

Unterlegt  werden diese Überlegungen mit Aussagen von „Weisen“ der Urzeit, von Philosophen der Antike über die Neuzeit bis zu hochkarätigen Wissenschaftlern der Gegenwart aus jeden nur denkbaren Bereichen. Bei diesem Buch spürt man förmlich die Freude, die Lust an dem Spiel der Eroberung und des Hinterfragens der Welt, ihren hörbaren und unhörbaren Zusammenklängen, Harmonien und Disharmonien, einem unendlichen Anfang und einem Ende, das es nie geben wird.

 

J.E. Berendt – eine schillernde Persönlichkeit

Bei der Person J. E. Berendt drängt sich geradezu die Frage auf, wie viel Anteil haben Herkunft, Elternhaus (nicht nur deren Beruf sondern auch der Umgang mit und gegenüber ihren Kindern),  Kultur, religiöse Einstellung usw. auf den Werdegang und Ablauf des Lebens der Nachkommenschaft.

Sein Leben begann in einem Umfeld, in dem nicht eine Richtung der Spiritualität, sprich eine übergeordnete Religion, galt, sondern alle Religionen, man könnte sagen, als gangbare Wege galten. Schon sein Großvater konvertierte vom jüdischen Glauben zum evangelischen (ohne öffentlicher Bekundung). Sein Vater, Anhänger der bekennenden Kirche, wurde während der NS – Zeit 8 Mal verhaftet und starb schließlich im KZ Dachau.

Bei seinem Schicksal schleicht sich der Gedanke ein, er wurde durch die Härte seines Schicksals geformt und gefestigt, seinen eigenen Weg zu gehen.

Neugierde auf die Welt in ihrem Sein und die Zusammenhänge ließen ihn das Studium der Physik ergreifen. er musste das Studium abbrechen, da er zur Wehrmacht eingezogen wurde.

Auch dieser Umstand konnte ihn nicht abhalten, offen sein Leben zu bestreiten. Er widmete sich der Musik, vor allem dem Jazz, von allen Seiten. Die Wahl seines Berufes war somit vorgegeben. Er gründete mit anderen den Südwestfunk und betreute bis 1987 die Jazzredaktion. bestritt Kultursendungen, veranstaltete Jazz-Festivals und beschäftigte sich mit medizinischen, physikalischen, kulturellen, meditativen und philosophischen Aspekten.

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